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Ausstellungsplakat, Angkor Wat.
© photo Tim Hall/Photodisc Bleu/Getty images





KAMBODSCHA 1975-1979
Chronik eines Völkermordes

13. September 2006 - 28. Januar 2007

Im Januar 1979 setzte der Einmarsch der vietnamesischen Armee in Phnom Penh dem Regime der Roten Khmer ein Ende. Dieses hatte in vier Jahren mehr als 1,7 Millionen Kambodschanern, d.h. einem knappen Viertel der ursprünglichen Bevölkerung, das Leben gekostet.

Wie konnten die Roten Khmer überhaupt an die Macht kommen? Wie ist der Ursprung dieser mörderischen Utopie zu erklären? Anhand seltener zeitgenössischer Bilder, bislang unveröffentlichter Filme und ethnographischer Objekte setzt sich die Ausstellung mit dem politischen und kulturellen Umfeld auseinander, das den gewaltigen Aufstieg der Roten Khmer, die Jahre ihrer Gewaltherrschaft und dessen Auswirkungen auf Kambodscha bis heute begleitet.

2007 dürften sich die Anstrengungen, die noch lebenden Verantwortungsträger zu verurteilen, konkretisieren. Somit ist es wichtig, die Mechanismen dieses Völkermordes zu untersuchen. Kambodscha ist noch heute ein zerrissenes Land, weshalb die Anerkennung dieser Ausschreitungen zentral ist. In dieser Logik steht der Film S-21: Die Todesmaschine der Roten Khmer (2002) des Kambodschaner Filmemachers Rithy Panh, der im Rahmen der Ausstellung gezeigt wird. Er konfrontiert die Schlächter mit ihrer Vergangenheit, berichtet über ihre Straflosigkeit und schafft den überlebenden Opfern und ihrem Leiden Gerechtigkeit.