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GROSSER PREIS
DER KATASTROPHE
3. Oktober
2007 - 27. Januar 2008
2006 wurden 134 Millionen Menschen von Naturkatastrophen
betroffen, die insgesamt 35 Milliarden Dollar gekostet haben…
Drei Wochen nach dem Tsunami standen über 700 Millionen Dollar
bereit…
Einige Monate danach starben Opfer des Erdbebens in Pakistan,
weil keine Mittel für die Hilfe zur Verfügung standen…
Wenn man heute 1 Dollar in die Vorbeugung investieren würde, könnten
4 Dollar für den Wiederaufbau gespart werden…
Zahlen, die unruhig machen.
Schonungslos zeigt die Ausstellung das Räderwerk der Berichterstattung
in den Medien, der Finanzierung und der Organisation der Hilfe
im Katastrophenfall. Gegenstände und Zeugnisse vermitteln einen
subtilen Einblick in die verschiedenen Aspekte der Hilfsaktionen
nach dem Tsunami. Eine außergewöhnliche Katastrophe, die ganz
besonders klar gezeigt hat, worum es bei der humanitären Hilfe
geht. Vom Besten – eine enorme Welle der Großzügigkeit – bis hin
zum Schlimmsten – ein riesiges Wetteifern der Hilfewilligen. Von
der Vermarktung der Ereignisse ganz zu schweigen.
Unter der Lupe auch das ständige Streben nach Effizienz derer,
die sich professionell mit diesen Problemen befassen. Ihre Werkzeugtaschen
mit Instrumenten zur Soforthilfe im Wert von ein paar Franken
bis hin zu ein paar Millionen sind eine äußerst interessante Entdeckung.
Wenn man von Naturkatastrophen spricht, denkt man sofort an die
Gefahren der Klimaerwärmung, die auf der Tagesordnung der großen
Gipfelkonferenzen stehen, Schlagzeilen in den Tageszeitungen machen
und über elektronische Spiele Einzug in unser Heim finden. Mit
welchen Ergebnissen?
Der Höhepunkt der Ausstellung, der Erdbebensimulator, ist von
erstaunlichem pädagogischem Wert. Durchgebeutelt und erschüttert,
im eigentlichen und im übertragenen Sinn, begibt sich der Besucher
auf eine Reise zum Mittelpunkt der Debatten, die unsere heutige
Welt beschäftigen: Schutz der Erde, Nord-Südbeziehungen, Rolle
der Politiker, Engagement prominenter Persönlichkeiten, die Grenzen
der humanitären Hilfe.
UND DER SIEGER IST…
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