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DAS LABYRINTH VON BELFAST
Fotografien von Donovan Wylie
Film von Amanda Dunsmore
15. Februar - 23. Juli 2006
Das Gefängnis The Maze (Labyrinth)
hat wärend 24 Jahren eine einzigartige Rolle gespielt und sich zum
eigentlichen Symbol des Nordirlandkonfliktes entwickelt.
The Maze wurde 1976 nach
einem streng rationalisierten Plan als Anstalt für Gefangene gebaut,
die von den einen als Terroristen und von den anderen als politische
Gefangene bezeichnet wurden. Die gigantische Architektur sollte die
systematische Isolation der Häftlinge und maximale Sicherheit gewährleisten.
Trotz dieser Rationalität war die Haftanstalt Schauplatz von zahlreichen
Gewaltszenen, Hungerstreiks und Massenaus-brüchen, die mehreren Insassen
und Bewacher das Leben kostete.
Im Gefolge des mit dem Abkommen von Belfast eingeleiteten Friedensprozesses
wurde das Gefängnis im Jahr 2000 definitiv geschlossen. Seitdem beweisen
die immer noch offenen Fragen über das Schicksal des Ortes die Schwierigkeit
Nordirlands, sich mit seiner jüngeren Geschichte auszusöhnen.
Im Jahr 2002 erhielt der irische Fotograf der Agentur Magnum Donovan
Wylie das Exklusiv-recht, die gesamte Strafanstalt uneingeschränkt
und unkontrolliert zu fotografieren. Die 68 Auf-nahmen dokumentieren
die repetitiv angelegte Architektur und die dadurch verursachte Des-orientierung.
Ausserdem veranschaulichten sie die psychologischen Auswirkungen der
Haft im Gefängnislabyrinth.
Der Film Billy's Museum der englischen Künstlerin/Filmemacherin
Amanda Dunsmore erzählt die Geschichte des Alltagslebens
im Haftumfeld. Das Kameraauge verweilt auf den im Laufe der Jahre
konfiszierten Gegenständen und gibt damit die menschliche Dimension
der Haft und des Gefängnislebens zwischen internen Machtkämpfen und
Ausbruchswillen preis.
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