Musée International de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge
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Archiv
Eine Frau wählt heimlich ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen. Herat, Afghanistan 2005.
Kinder auf der Suche nach einem Schulzimmer in Beit Hanun nach einer israelischen Militäroperation, Nord-Gaza, 2006.
Einkaufszentrum. Norden Teheran, Iran 2004
  Fotos : Alexandra Boulat
© Courtesy of the VII Agency LL
Ausstellung
Ausstellung
  Fotos : Marc Gentinetta © MICR


BESCHEIDEN
Porträts und Geschichten von Frauen im Mittleren Orient: Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan, Jordanien, Syrien, Gaza und Cisjordanien


Vom 23. September 2009 bis 24. Januar 2010



Von einem Land zum anderen stellen die Fotografien der Reporterin Alexandra Boulat (1962–2006) die Welt dar, in der muslimische Frauen je nach ihrem Status und ihren unterschiedlichen Rollen leben: als Kriegsopfer, Flüchtling, politische Aktivistin, Akademikerin, Fernsehmoderatorin, Mitglied der weiblichen Polizeiakademie oder orientalische Babydoll. Die Porträtaufnahmen zeugen von ihrem täglichen Kampf ums Dasein: überleben, sich pflegen, die Kinder ernähren und aufziehen.

Über den Kreis der Familie hinaus hält der Blick der Fotografin auch die politische oder soziale Tätigkeit von Frauen fest, die beschlossen haben, einen Beruf auszuüben, wählen zu gehen oder an extremistischen Aktionen teilzunehmen. Die «Einfachheit» ihrer Lage, auf die der von der Fotoreporterin zur Illustration ihrer Arbeit gewählte Titel anspielt, steht im Gegensatz zur Kraft des von ihnen geführten Kampfes.

Als Träger von Dramen und Hoffnungen erzählt jedes Bild von Alexandra Boulat eine eigene Geschichte. Ihre Aufnahmen laden dazu ein, über die Existenzkämpfe der porträtierten Frauen nachzudenken, die teilweise nicht so weit entfernt sind von jenen anderer Frauen in der Welt. Sie stellen Fragen über das Leben von Frauen in der muslimischen Welt, das sich auf das Tragen des Schleiers, Zwangsheirat und Gewalt beschränkte, würde man den westlichen Stereotypen Glauben schenken.