International Red Cross and Red Crescent Museum
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STIGMATA

vom 4. März bis 26. Juli 2009


Wie lässt sich in der gegenwärtigen, mit Bildern und Informationen gesättigten Welt noch mittels der Fotografie vom menschlichen Leid erzählen? Heute betrachten die Fotografen ihr Medium nicht mehr als Werkzeug, um die Realität oder eine unbekannte Welt zu zeigen, wie dies im 19. Jahrhundert der Fall war. Das Bild erlaubt ihnen vor allem, ihre persönlichen Gedanken und ihre Gefühle über die Gesellschaft, die Aktualität oder die Konflikte in der Welt zu kommunizieren. Im Gegensatz zu Fotojournalisten, die nach Art militärischer Kommandounternehmen agieren, umgehen die in dieser Ausstellung vereinten Fotografen die unaufhörliche Lieferung der vom Fernsehen und von den digitalen Medien in Realzeit ausgestrahlten Bilder. Sie stellen die Intensität und die Komplexität des Leidens dar, indem sie ruhig und bedächtig ihre Aufnahmen machen.

Stigmata vereint sieben zeitgenössische Foto-grafen:
• Gustavo Germano (Argentinien);
• Pieter Hugo (Südafrika);
• Shai Kremer (Israel);
• Suzanne Opton (Vereinigte Staaten);
• Robert Polidori (Kanada);
• Dana Popa (Rumänien) und
• Christian Schwager (Schweiz).

Von Afrika über Bosnien und die Vereinigten Staaten bis in den Nahen Osten und von Argentinien bis Moldawien suchen sie Aufmerksamkeit zu erregen mit Bildern von Menschen oder Orten, die an der Front oder im Hinterland mit einer Krisensituation konfrontiert sind. Da es dabei nicht darum geht, im Zentrum des Chaos zu stehen, sondern eher darum, das zu erfassen, was übrig bleibt, zeigen sie alle leichte, drastische oder vieldeutige Spuren vergangener Gewalthandlungen. Parallel zu einer medialen Aktualität geschaffen, erinnern die Fotografien an Ereignisse, die bewusst ausgespart werden.


Die Ausstellung wird vom Musée de l’Elysée in Lausanne auf Einladung des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums veranstaltet.