Musée International de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge
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Archiv
Sanitätstrupp auf einem Schiffsdeck
1902 – Burenkrieg
Ort : nicht bekannt
Foto : Autor nicht bekannt
©IKRK, belgisches Rotes Kreuz
Besuch bei politischen Häftlingen
1976 – Santiago, Chile
Foto : Melchior Trumpy
©IKRK
Opfer körperlicher Gewalt im Krieg
2001 – Sierra Leone
Foto : Nick Danziger
©IKRK, Contact Press Images Europe, Nick Danziger
Opfer einer Personenmine
1997 – Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
Foto : David Higgs
©IKRK
8.30 Uhr : Frau am Fenster beobachtet den Einmarsch der amerikanischen Truppen
2003 – Bagdad, Irak
Foto : Benoît Schaeffer
©IKRK


IM FELD
Von Solferino bis Guantanamo

7. März - 5. August 2007


Kein Zweifel, dass die humanitäre Arbeit ohne die Fotografie nicht die gleiche wäre, ohne die Wucht der Bilder, die augenblicklich berühren, ohne dieses Zeugnis der Realität, die Worte nicht wiedergeben können.

Ist es ein Zufall der Geschichte oder eine unausweichliche Folge der Moderne ? Die Entstehung des Roten Kreuzes fällt in die Zeit der ersten Erfolge der Fotografie. Nur diesem Umstand verdankt das IKRK seinen einzigartigen Bestand von rund 110 000 Bilddokumenten, die Geschichte der Bewegung, seit ihren Ursprüngen am Tag nach einer Schlacht im Jahre 1859, bis zu den vielfältigen Einsätzen von heute, lückenlos belegen.

Das gesammelte Material ist so reichhaltig, dass bei der Auswahl der 88 Bilder der Ausstellung Akzente gesetzt werden mussten. Die chronologische Abfolge führt durch die Schwerpunkte des humanitären Wirkens : Hilfe für die Verwundeten, Schutz der Kriegsgefangenen, Zusammenführung verstreuter Familien, Unterstützung der Zivilbevölkerung.

Von Solferino bis Guantanamo, macht die Ausstellung den klassischen Widerspruch zwischen der Wahrheit und ihrer Darstellung, zwischen Akteur und Zuschauer, zwischen den Sachzwängen des Kriegs und der nicht wegzudenkenden humanitären Hilfe, zwischen der Realität «im Feld» und den unverzichtbaren Grundsätzen deutlich.

Jedes Foto erzählt eine andere Geschichte, zu verschiedenen Zeiten und an allen möglichen Orten der Erde. Von Bild zu Bild liest man in den Blicken die gleiche leidende Schicksalsergebenheit, die gleiche unbezähmbare Hoffnung, oder beides zugleich, je nach dem Augenblick der Begegnung zwischen dem Unglück und seinem Zeugen. Nüchtern in Zeit und Raum gestellt, sprechen die Bilder von Kriegen, Leiden und Ruinen. Aber auch von Trost und mitmenschlicher Zuwendung.